Kapverden

Sal

Da Sal fuer viele der erste Hafen ausserhalb Europas ist, und die Unsicherheit oftmals besonders gross, hier einige hilfreiche Details. Der Einschaetzung in manchem Hafenfuehrer, dass die Ansteuerung von Palmeira nachts leicht sei, koennen wir uns nicht anschliessen. Weder Molenfeuer noch Richtfeuer funktionieren. Die vier grossen Mooringbojen vor der Hafeneinfahrt sind nicht befeuert. Vor der Hafeneinfahrt liegen regelmaessig Frachter auf Reede. Bei Tag ist die Ansteuerung kein Problem, vorausgesetzt, man haelt sich gut von der Hafenmole frei. Das auf mancher Seekarte eingezeichnete Wrack liegt mitten im Hafenbecken unter Wasser, gekennzeichnet mit einer Plastikflasche. Das Beiboot kann am Fischersteg festgemacht werden (unterhalb des roten Kiosk). Es gibt meist hilfreiche Haende, eine Bootswache muss nicht engagiert werden. Gelegentlich treibt mal ein Beiboot ab, das einer der jungen Maenner schnell zurueckholt, mit strahlendem Laecheln die Leine uebergibt und sich ueber ein kleines Trinkgeld freut. Erstes Einklarieren auf den Kapverden ist bei der Polizei in der Ortsmitte neben dem Mercado Municipal. Danach Anmeldung in der Capitaneria (Delegacao Maritima)im blauen Haus am Ortsausgang auf der linken Seite der Asphaltstrasse nach Espargos. Man kann alles in Euro bezahlen und sich Wechselgeld in Escudos rausgeben lassen (1 Euro=100 CVE). Das geht z.B. beim Mini-Mercado Continental oder im Mini-Mercado am Hafen (erste Querstrasse, rosa Vordach) problemlos. Hier gibts alles Noetige zu akzeptablen Preisen, auch Brot, Aepfel, Gemuese. Ein vielfaeltigeres Brotangebot gibts nachmittags in der Padaria Dado an der Plaza, einfaches Broetchen fuer 10 cent, besonders lecker: Kokosbroetchen. Bananen kann man an der Strasse kaufen, das Stueck fuer 20 cent/escudos. Trinkwasser gibts bei der Fontenario gegenueber dem Mercado Municipal morgens und nachmittags (90 Liter = 30 cent). Diesel kann man bei der Shell-Anlage per Kanister abholen, dort wird auch die Gasflasche gefuellt. TO-Stuetzpunktleiter Carlos hat einen passenden Adapter fuer deutsche Gasflaschen. Aluguers (Allrad-Pickups mit Sitzen auf der Ladeflaeche) kann man beim Mercado Municipal anhalten. Die Fahrt nach Espargos fuer vier Personen kostet ca. 2,50 Euro. Auch wenn Sal auf den ersten Blick wie eine Wueste aussieht, es gibt einiges zu entdecken: z.B. die wilde Kueste bei Buracona, den Monte Grande (Wanderung), die Salinas oder (wer's braucht) den Touristenort Santa Maria. Sprachlich kommt man am besten mit Spanisch oder Franzoesisch zurecht, falls man nicht Portugiesisch spricht.

Sao Nicolau

Ankerplatz Tarafal, Sao Nicolau
Ankerplatz Tarafal, Sao Nicolau

Wer die Kapverden besucht, sollte Sao Nicolau nicht auslassen. Zum einen erlebt man urspruengliches kapverdisches Leben in den Doerfern im Inselinneren, zum anderen gibt es eine vielfaeltige und ueberwaeltigende Landschaft zu sehen. Unser TO-Stuetzpunktleiter Henny Kuster ist ein liebenswerter und kompetenter Inselfuehrer und eine große Hilfe bei allen Problemen. In seinem Haus kann man duschen, seine Waesche waschen lassen, bekommt immer einen Kaffee und Hennys Abendmenues sollte man sich unbedingt goennen.
Bei der Ansteuerung von Sao Nicolau muss man auf die Orientierungshilfe der Leuchtfeuer verzichten, sie funktionieren nicht, ausgenommen das Molenfeuer von Tarrafal. Die gelben Bojen vor (!) der Hafenmole sollte man nicht uebersehen. Einen Ankerplatz auf sieben bis zehn Metern kann man ansteuern zwischen den Mooringbojen der Fischerboote suedlich sowie dem Shelldepot noerdlich. In der Naehe der Hafenmole muss reichlich Platz bleiben, damit die Fähre manoevrieren kann. Die Yachten schwojen um 360 Grad. Leichte auflandige Winde, starke Fallboeen von Land (wir maßen bis 42 Knoten) und zeitweise einiger Schwell machen das Liegen vor Anker abwechslungsreich und erfordern zwei Anker, verkattete Anker oder wenigstens ein Ankergewicht und großzuegig bemessene Kettenlaengen. Das Beiboot kann an den Slips im Hafen festgemacht werden. Eine Bootswache muss nicht engagiert werden. Die Jungs, die sich als dingiwatch anbieten, freuen sich jedoch ueber Bonbons, Stifte, Kulis oder einige Escudos. Wenn man aus dem Hafentor herausgeht, liegt die Baeckerei gleich rechts, auch ueber die Bar an der Ecke im gleichen Haus zu erreichen. Geht man geradeaus weiter ueber den Platz, liegt in der Strasse rechts voraus das Internetcafé, haelt man sich eher links voraus, kommt man in eine Strasse mit Mittelstreifen; rechter Hand liegt in einem ockerfarbenen Haus die Capitaneria (Delegacao Maritima), bei der man ein- und ausklariert. Die Post ist einige Schritte weiter auf der rechten Seite. Verschiedene kleine Supermaerkte findet man linker Hand vom Hafenausgang. Man kann alles in Euro bezahlen und sich Wechselgeld in Escudos rausgeben lassen (1 Euro=110 CVE). Geld per Visa-Karte bei der Bank abzuheben (max. 270 Euro), hat uns insgesamt zwanzig (!) Euro an Gebuehren gekostet. Trinkwasser in guter Qualitaet gibts im Hafen unter der kleinen Treppe, im Hafenamt darueber vereinbart man einen Termin (90 Liter = 100 cent). Diesel kann man bei der Tankstelle am Ortsausgang per Kanister mit Hilfe eines Aluguer abholen. Haelt man sich vom Hafenausgang rechts, kommt man zu den Badestraenden. Rechts voraus oben auf einem strandnahen Huegel steht Hennys hellblauer Bungalow, aus der Naehe erkennt man dann die grossen aufgemalten Fische: eines der ersten Besuchsziele auf der Insel. Bestellt ihm einen schoenen Gruss von uns!